Ein Konzert, das nachhallt: Dvořáks „Stabat Mater“ in der Marktkirche

Foto: Wilfred Gebauer

Mit Antonín Dvořáks „Stabat Mater“ brachte die Hamelner Kantorei, am 13. März, ein Werk zur Aufführung, das Publikum und Mitwirkende gleichermaßen tief berührte. Schon in den ersten Takten wurde spürbar, welche emotionale Kraft in dieser Komposition liegt – eine Kraft, die sich im Verlauf des Abends immer weiter entfaltete.

 

Rund 100 Sängerinnen und Sänger der Kantorei, vier Solistinnen und Solisten der Staatsoper Hannover sowie das Göttinger Symphonieorchester gestalteten gemeinsam unter der Leitung von Stefan Vanselow ein eindrucksvolles Klangbild. Fein abgestimmte leise Passagen wechselten sich mit kraftvollen, raumfüllenden Momenten ab und verliehen dem Werk seine besondere Tiefe.

 

Dvořáks „Stabat Mater“ erzählt von Trauer und Verlust, getragen von der Vorstellung des Leids Marias unter dem Kreuz. Gleichzeitig eröffnet die Musik eine Perspektive auf Trost und Hoffnung – ein Spannungsfeld, das an diesem Abend eindrucksvoll erlebbar wurde. Die persönliche Prägung des Komponisten, der selbst schwere Verluste erlitt, schien in jeder Phrase mitzuschwingen.

 

Das Publikum zeigte sich sichtlich bewegt und dankte den Mitwirkenden mit lang anhaltenden Standing Ovations. Ein von uns geförderter Konzertabend, der nicht nur musikalisch überzeugte, sondern auch emotional nachwirkte.